Find your voice [text available in german & english]

Warum es ein Jahr gedauert hat, meine Stimme auf Instagram zu finden. Oder: Warum ich zweisprachig schreibe.

Letztes Jahr war turbulent. Nicht nur im Sinne des C-Wortes. Auch auf ganz persönlicher Ebene, relativ unabhängig (so ganz geht das wahrscheinlich nicht) von Lockdowns und light Lockdowns, war es aufregend. Ich hatte mich entschieden, mein Yoga Teacher Training zu absolvieren. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so viel verändern würde.

Was es unter anderem – und relativ zu Beginn – änderte, war meine Sprache. Ich habe meine Ausbildung bei The Vinyasa People absolviert, einem internationalen Studio in Bonn. Die Ausbildung war komplett auf Englisch, viele Gespräche untereinander mit den anderen Yogis ebenfalls.

Englisch verband uns – verbindet mich seit jeher mit den Lehrerinnen bei The Vinyasa People, deren Klassen ich besuche.

Ich stellte mein IG auf Englisch um, schrieb unter meine Fotos Texte auf Englisch, begann, in meinen Stories Englisch zu sprechen. Warum? Weil es mich noch mehr mit meinem Yoga-Leben verband. Weil ich durch die geringere Sprachbarriere so viele unfassbar interessante Yogis auf Instagram gefunden habe, mit denen vorher kein Gespräch zustande gekommen wäre.

Dann begann ich, auf englisch zu unterrichten. Und mache das auch immer noch – im Hochschulsport der Uni Bonn. Einerseits, weil ich Yoga dadurch für mehr Studis zugänglich machen möchte. Andererseits, um die Verbindung zu meinen Yoga-Wurzeln nicht zu verlieren, zu der Sprache, in der ich Yoga gelernt habe.

Dennoch unterrichte ich hauptsächlich auf Deutsch. Weil ich mich in dieser Sprache natürlich zu Hause fühle. Ohne nachzudenken.

Und dann stellt sich die Frage: Mit wem will ich kommunizieren? Wen will ich erreichen?

Natürlich auch die Menschen, die meine Yogakurse buchen. Auf Deutsch. Die wissen sollen, was sie erwartet, wenn sie einen Kurs bei mir buchen. Für euch gibt es ab jetzt wieder alles auf Instagram auch auf Deutsch, der Sprache, in der ich Yoga näher bringen möchte, wenn ihr euch mit mir auf diese Reise begebt.

Gleichzeitig möchte ich die Verbindung zu denen, die kein Deutsch verstehen, zumindest in den Sozialen Medien nicht verlieren. Für den Austausch, den Dialog. Unabhängig von Kursbuchungen.

Und das ist der Grund, warum ich mich nicht für eine Sprache entscheiden möchte. Nicht auf Instagram jedenfalls, wo sie sich beide richtig anfühlen.

ENGLISH VERSION

Why it took me a year to find my voice on the gram. Or: Why am I writing in two languages.

Looking back to last year – a lot was going on. Not only everything regarding the c-situation but also on a very personal level (which is, I think, not completely separable from the things happening around me). It was exciting: I had committed myself to attend the Yoga Teacher Training. I did not expect all those changes to happen.

One of the first changes was my language (at least on the gram). I attended my training at The Vinyasa People, an international yoga studio. The training was completely in English, a lot of the chats with the other yogis as well, as there were some of us not speaking German that much.

English connected us – and connects me to my teachers at The Vinyasa People like from the start.

I changed my IG to English, wrote all my captions in English, spoke English in my stories. Why? Because it connected me to the yogi life I was just beginnning to live. And because it connected me to so many new and interesting people who I now – without the barrier of speech – could have a chat with.

Then I started teaching in English. And I still do that – at Hochschulsport (University of Bonn). On the one hand, to make yoga more accessible for more students. On the other hand, to keep my connection to my yoga roots and to the language I learned yoga with.

But still: I am teaching mostly in German. Because obviously this is my native language, where I feel home, where I don’t have to think too much.

And then I asked myself: Who do I wanna reach?

Of course you, who book my classes. In German. You should know what to expect. For you there will be all content in German from now on again on Instagram. Because I want to teach you yoga in the language that makes it easy for you to go on this journey and to implement it into your life.

On the other hand, I still want to stay connected to all of you who don’t understand German. For the chat. For dialogue. Not dependent on booking classes or anything.

And this is the reason I won’t decide for one language, but both. At least this is what I will do on IG because both languages feel like they belong there.