Ich war dieses Jahr häufiger und länger krankgeschrieben als in den letzten 4 Jahren zusammen. Und es ist gerade mal Mitte Februar. Und ich bin nicht gut darin, krank zu sein.
Vor allem die letzten Tage haben mich dabei richtig genervt, da ich auf etwas verzichten musste, was ich in allen Bereichen meines Lebens brauche: meine Stimme.
In dieser Woche ohne Stimme ist mir etwas, das ich mal gelesen hatte, nochmal so richtig bewusst geworden:
Wir sind oft erst dankbar für unsere Gesundheit, dafür, dass wir durch die Nase atmen können oder unseren Körper bewegen können, wenn es uns nicht gut geht. Weshalb wir jeden Tag dankbar sein sollten, dafür, was unser Körper Tag für Tag für uns leistet.
Und während ich hier seit Tagen meine Stimme schone, mich ausruhe, Tee trinke und mir eine Pause gönne, habe ich noch mal sehr intensiv an eines der Grundprinzipien im Yoga denken müssen: Ahimsa.
Das ist das Buch, das ich dir empfehlen möchte, wenn du mit Yoga beginnst. Oder wenn du schon Asana übst und dich nun darüber hinaus mit Yoga beschäftigen möchtest.
Eine wahrscheinlich unvollständige Liste der Anwendungsgebiete für Yoga-Blöcke im Yoga-Kontext. Denn natürlich könnte man sie auch noch zweckentfremden und in Workouts benutzen. Diesen Teil der Nutzungsmöglichkeiten klammere ich jetzt hier aber mal aus.
Yoga bedeutet für mich, meinen Körper zu spüren.
Als ich mit Yoga anfing, traf ich auch recht bald die Entscheidung, die Anti-Baby-Pille nicht mehr nehmen zu wollen. Nach zwölf Jahren endlich hormonfrei.
Nicht, weil ich mit der Pille unzufrieden war. Aber ich gewann mehr und mehr den Eindruck, mich selbst nicht spüren zu können. Was in mir vorging. Was ich wirklich brauchte.
Vier Jahre später kann ich endlich sagen, dass ich meinen Körper sehr gut spüre. Dass ich meinen Zyklus kenne und mich in den verschiedenen Phasen.
Es gibt Menschen, die haben absolut keinen Spaß an Bewegung. Die machen das nur, weil sie wissen, dass das irgendwie gut für sie ist. Oder weil man das halt so macht. Und ich kenne diese Menschen und freue mich immer, wenn sie mich fragen, warum Bewegung für mich so selbstverständlich dazu gehört.
Natürlich könnte ich das ganz kurz und unbefriedigend beantworten mit „Weil mir das gut tut“. Aber das ist nicht besonders überzeugend, wenn allein der Gedanke daran, sich sportlich zu betätigen, bereits eine Abwehrreaktion des Körpers hervorruft.
Deshalb habe ich heute 5 Vorteile von Bewegung für dich zusammengestellt, die dir hoffentlich dabei helfen, dich eher aufzuraffen:
Zwei Jahre Ausnahmezustand sind wahrscheinlich an niemandem spurlos vorbeigegangen. Und wie ich vor etwa einem halben Jahr schrieb, konnte ich diese Spuren ganz deutlich an meinem Körper sehen: an mehr Gewicht, an weniger Kraft, an Verletzungen, aber auch daran, dass meine Gedanken sich immer wieder mit diesem Thema beschäftigten.
Vielleicht kennst du das: Wenn der Schmerz erst groß genug ist, dann kommt der Punkt, an dem man entscheidet. Ob man sich in Akzeptanz übt für etwas, was man nicht ändern kann. Oder ob man die Dinge in die Hand nimmt und etwas verändert.
Ich habe mich in Akzeptanz geübt. Und es war für eine ganze Weile ok. Doch der Wunsch, mich wieder anders zu fühlen, besser eben, der wurde größer. Bis ich entschied, meinem Coach zu sagen: »Ich möchte wieder aussehen wie vor dem Lockdown. Wie vor meiner Verletzung.«
Vor ein paar Tagen erinnerte eine Insta-Story daran: Zwei Jahre ist es her, dass meine erste Yogalehrerausbildung bei The Vinyasa People in Bonn begann. Am ersten Mai-Wochenende 2020, mitten im ersten Corona-Lockdown, online, mit 15 anderen Yogis und Yoginis, voller Erwartungen, die ersten Bücher bereits verschlungen und mit Textmakern bearbeitet, das erste Notizbuch euphorisch begonnen und entschieden, ab jetzt vegetarisch zu essen.